02.10.2015
In Zusammenarbeit mit der CVP Schaffhausen führte die CDU Jestetten eine Besichtigung der Baustelle des Galgenbucktunnels in Neuhausen durch.
Bereits im Mai hatte die CDU Jestetten zu einer Besichtigung der Baustelle des Galgenbucktunnels in der schweizerischen Nachbargemeinde Neuhausen eingeladen. Da diese Veranstaltung damals recht kurzfristig erfolgen musste, hat die CDU Jestetten zusammen mit der CVP Schaffhausen zu einer erneuten Besichtigung der derzeit größten Baustelle im Kanton Schaffhausen eingeladen. Die zahlreichen Besucher aus dem Jestetter Zipfel und aus dem Kanton Schaffhausen wurden deshalb von Marco Rutz, dem Präsidenten der CVP des Kantons Schaffhausen begrüßt.
Im Informationspavillion der Baustelle stellte Herbert Distel, vormaliger Präsident der CVP der Stadt Schaffhausen, das Bauprojekt vor. Für rund 240 Millionen Franken wird eine Umfahrung von Neuhausen errichtet. Der Tunnel wird insgesamt mehr als einen Kilometer lang sein, bis Ende September waren rund 700 Meter vorangetrieben. Der Höhenunterschied zwischen Ein- u. Ausgang des Tunnels wird rund 50 Meter betragen; damit die Steigung nicht zu groß wird, muss der Tunnel in einer lang gestreckten Kurve geführt werden.
Als schwierig erweist sich dabei nicht nur lockeres Gestein, sondern auch, dass der Tunnel zum Teil nur 30 bis 50 Meter unter bebauten Gebiet liegt. Die Bauarbeiten und insbesondere die Sprengungen können daher nur zu Tageszeiten durchgeführt werden.
Eine besondere Herausforderung stellt die Anbindung des Tunnels im so genannten Bahntal zwischen Neuhausen und Schaffhausen dar. Dort wird insbesondere der historische Tunnel der Deutschen Bahn mit nur rund sechs Metern Höhendifferenz unterquert. Zwischen dem laufenden Bahnbetrieb auf den beiden Strecken von DB und von SBB und dem großen Kraftfahrzeugverkehr muss im Bahntal die Streckenführung neu gemacht werden und insbesondere müssen zwei Brücken gebaut werden. Dies stellt eine große Herausforderung an die Planung dar.
Die Teilnehmer der Besichtigung diskutierten intensiv mit Herbert Distel. Die setzte sich nach dem Vortrag in der Ausstellung fort. Dort bestaunten die Besucher Modelle und Pläne der Baumaßnahmen. Besonders viel Aufmerksamkeit erregte der Fußboden des Ausstellungsraumes, in ein großes Luftbild von Neuhausen ist dort der Tunnel eingezeichnet.
Im Anschluss an die Besichtigung wurden die Teilnehmer der Führung von der CVP zu einem Vesper eingeladen.