20.03.2015
Die CDU Jestetten hat eine kommunalpolitische Exkursion nach Zürich durchgeführt, um mehr über das neue Beleuchtungskonzept zu erfahren.
Die Stadt Zürich setzt auf eine effizientere und intelligentere Beleuchtung. Auf Initiative der CDU Jestetten ließen sich Kommunalpolitiker der CDU Waldshut, der CVP-Kantonalparteien von Zürich und von Schaffhausen und auch interessierte Bürger über das neue Konzept informieren.
Begrüßt wurden die Teilnehmer von Christoph Girsperger, der beim städtischen EWZ Leiter der öffentlichen Beleuchtung ist. Wie Girsperger in einem Vortrag erläuterte, hat die Stadt Zürich rund 40´000 Leuchten im Einsatz. Davon sollen jährlich rund 1´000 Leuchten auf die LED umgestellt werden. Neben der Einsparung von elektrischer Energie soll dabei auch durch einen intelligenteren und umweltbewussteren Umgang auch die Lichtverschmutzung reduziert werden. So sind bereits Kugelleuchten, die in alle Richtungen abstrahlen, entfernt worden. Ein weiterer Vorteil von LED-Licht ist, dass die Umgebung wie Hindernisse oder Verkehrszeichen besser erkannt werden kann.
Die Dimmbarkeit von LED-Leuchten führt zur Möglichkeit einer dynamischen Lichtsteuerung, dabei wird die Lichtleistung dem tatsächlichen Bedarf angepasst. Mittels Radar wird die Verkehrssituation erfasst, nur wenn Verkehr ist, wird das Licht durch eine ausgeklügelte dynamische Steuerung von einer Grundbeleuchtung auf die für die Verkehrssituation notwendige Leistung erhöht. Durch solche Maßnahmen kann der Stromverbrauch auf weniger als 1/3 reduziert werden.
Wie Girsperger mit Filmen von den beiden Versuchsstrecken den Teilnehmer eindrücklich zeigte, funktioniert dieses Konzept sehr gut. Der Lichtkegel der Straßenbeleuchtung eilt dem Fahrzeug vorneweg, so dass sich Verkehrsteilnehmer die ganze Zeit über in einem gut ausgeleuchteten Sektor befinden.
Für die Beleuchtung von Fassaden von Kirchen und anderen historischen Gebäuden setzt das EWZ vermehrt „Projektoren“ ein. Die bisher eingesetzten Strahler senden das Licht in voller Breite aus, so dass viel Licht am Gebäude vorbei oder durch Fenster hinein geht. Die Projektoren sind so eingestellt, dass nur die gewünschten Gebäudeteile angestrahlt werden.
Nach dem Vortrag fuhren die Teilnehmer mit dem Tram durch Zürich, um die Beleuchtung einiger öffentlicher Plätze zu besichtigen. Dies war unter anderem der Mühlesteg. Vom Central aus tritt dieser Steg trotz Beleuchtung kaum in Erscheinung, wie die Exkursionsteilnehmer aber beim Übergang erkennen konnten, ist dieser Steg doch gut beleuchtet. Es war ein gutes Beispiel dafür, wie mit der neuen Technologie die Lichtemissionen verringert werden können, ohne dass die Verkehrssicherheit leidet.
Beim Gang zum an der Limmat entlang zum Opernhaus erläutere Girsperger, dass das Anstrahlen von markanten Gebäuden bewusster angegangen wird. So wird nicht mehr jedes Gebäude beleuchtet. Den Einsatz der Projektoren konnten die Teilnehmer der Exkursion unter anderem am Zunfthaus Zur Meisen erleben; während die Fassade hell erleuchtet war, waren die Fenster dunkel , so die Nutzung im Innern nicht durch intensives Licht von außen gestört wird. Die Rathausbrücke war der nächste Besichtigungspunkt. Während dieser Bereich früher durch eine große Anzahl von Kugellampen mit viel Lichtemissionen nach allen Seiten beleuchtet wurde, sorgt heute ein LED-Beleuchtung für eine gezielte und gute Beleuchtung.
Den Abschluss fand die Exkursion am Opernhaus. Hans Diem als Vertreter der CVP Zürich und Dr. Konrad Schlude von der CDU Jestetten bedankten sich herzlich beim Referenten Christoph Girsperger für sein mit großem Engagement vorgetragenes Referat. Für die Teilnehmer war es eine interessante Exkursion, die für die eigene kommunalpolitische Aktivität wichtige Anregungen geliefert hat.